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Würde ich nicht mehr kaufen

"Das Heft war nach einmal waschen kaputt. Würde ich nicht mehr kaufen." brand eins 11/2019

Bringt das zum Teil allgemeine Denken, das man immer öfter hört, ziemlich gut auf den Punkt wie wir finden. In etwas pauschal ausgedrückten Sätzen sieht es bezogen auf den Einzelhandel ungefähr so aus:

Auf der einen Seite gibt es den Käufer, der relativ viel Geld in die Hand nimmt, qualitativ hochwertige Ware erwartet und diese auch bekommt. Dennoch, und das ist nun mal so, halten auch viele dieser in Handarbeit oder unter aufwendigen Verfahren hergestellten Produkte meist nicht ein Leben lang. Hierzu ein kleiner Exkurs in die Welt der Wanderstiefel.

Auch die robustesten, langlebigsten Laufsohlen mit harter Gummimischung, die mit hochwertigem Rindsleder verbunden einen stabilen Begleiter auf Wanderwegen und -pfaden bieten, sind schlichtweg nicht für die Ewigkeit gemacht. Ähnlich einem Autoreifen, der irgendwann ersetzt werden sollte und rechtlich sogar muss.

Zurück zur Einleitung. Die Verankerung in den Köpfen der Verbraucher, dass ein wirklich qualitativ hochwertiges Produkt "doch nicht so einfach kaputt gehen darf", ist demnach oft ein Streitpunkt. Wie lange ist es schon in Gebrauch? Wie wurde damit umgegangen?
Dass also auch solche Produkte einem gewissen Verschleiß unterliegen, ist klar. Da wäre hier und da ein wenig Fingerspitzengefühl, ein Hinterfragen, ein nüchternes Betrachten an den Umgang mit dem eigenen Produkt (aus Sicht des Händlers) manchmal wünschenswert.

Anders verhält es sich mit dem "preisorientierten" Verbraucher, der ganz bewusst eher minderwertige Qualität ins Visier nimmt und ebensolche massenhaft produzierten Endprodukte erwirbt.
Solche Teile sind wohl wirklich nach einer Hand voll Waschvorgängen nicht mehr mit dem letzte Woche gekauften Produkt zu vergleichen. Der zweite Satz der Überschrift jedoch passt hier dann in vielen Fällen nicht mehr. Da das Erworbene nämlich so "geil billig" war, kaufe ich es trotzdem wieder, auch wenn es schon nach kurzer Zeit den Weg vom Kleiderschrank in die Altkleidertonne einschlägt. Das ist leider die bittere Realität!

Noch einmal sei gesagt, dass dieser kurze Beitrag bewusst pauschalisiert, die Realität in schwarz und weiß bemalt und etliche Seiten dieses riesigen Themenbereichs nicht einmal anschneidet.

Der abschließende kleine Appell an die konsumierende und kaufende Gesellschaft, also uns alle! Lasst uns doch bitte auf die Qualität der Waren achten, die wir mit unseren verdienten Kröten kaufen. Lasst uns versuchen, nicht gleich alles wegzuschmeißen, was nicht mehr nagelneu ist oder aussieht. Vieles lässt sich reparieren und erneuern. Und der tot geglaubte Wollpulli, der einfach etwas Ersatzgarn braucht, wird vielleicht zu unserem Lieblingsstück nach seiner Wiederbelebung. Lasst uns daran anknüpfend ebenso auch die hochwertigen Waren nicht von vorneherein als Lebensüberdaurer ansehen und den Hersteller, Händler oder den schon so lange getragenen Schuh verteufeln, sollte er dann doch den Geist aufgeben. Denn auch hier gilt, vielleicht noch reparabel?

Es ist nicht auszuschließen, dass das Statement aus der brand eins auch ganz anders gedeutet werden kann, auf was anderes bezogen werden kann. Das wäre doch schön, dann gäbe es vielleicht noch weitere solcher Beiträge, die unseren Horizont erweitern.

brand eins - Monatlich erscheinendes deutsches Wirtschaftsmagazin, das sich als Dienstleister für intelligente Publikationen versteht und Unternehmen und deren Persönlichkeiten mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten porträtiert.

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